Kleiner Mann – Was nun?

Kleiner_Mann

    

     Hans Fallada

     Kleiner Mann – Was nun

     9783746626765

     Aufbau Verlag

 

 

 

Inhaltsangabe:

Das Buch spielt ca. 1930 bis 1932 in Ducherow (Mecklenburg-Vorpommern) und Berlin. Lämmchen und Pinneberg erwarten ein Kind und ziehen zusammen in eine kleine Wohnung nach Ducherow. Pinneberg versteckt seinen Ehering vor seinem Chef Kleinholz, denn er hat Angst vor einer Kündigung. Kleinholz möchte, dass Pinneberg mit dessen Tochter anbandelt. Als herauskommt, dass Pinneberg verheiratet ist lässt sich Kleinholz zunächst nichts anmerken, doch später kündigt er ihn. Nach dem Verlust von Pinnebergs Arbeitsplatz sucht er sich eine neue Arbeitsstelle, doch es ist aussichtslos.

Unerwartet kommt am 26. September (S. 116 oben) ein Brief von Pinnebergs Mutter, sie hat ihm eine Stelle besorgt und so zieht das junge Paar nach Berlin. Pinneberg tritt am 01. Oktober seine neue Stellung im Warenhaus Mandel an. Die beiden haben nicht viel Geld und wohnen bei Pinnebergs Mutter. Pinneberg findet eine neue Anstellung und blüht regelrecht auf. Doch das Leben bleibt schwer, denn Pinneberg verdient weniger als vorher. Stress, Überstunden, Angst und ständige Müdigkeit sorgen für einen erneuten Verlust seiner Anstellung. Lämmchen versucht derweil mit Näharbeiten noch einen Pfennig dazu zu verdienen. Pinneberg aber schafft es aus der Arbeitslosigkeit nicht heraus.

Geschichtlicher Hintergrund:

Hans Fallada schreibt den Roman zur Zeiten der Weimarer Republik
(1918-1933). Diese Zeit lässt sich in vier wesentliche Abschnitte aufteilen:

1919 bis 1923, die Republik kämpfte mit den Kriegsfolgen. Hohe Reparationszahlungen und die Hyperinflation (= unkontrollierbare Inflation) ruinierten die Konjunktur und somit die Menschen. Außerdem hatten sie es mit zahlreichen politischen Morden zu tun.

1924 bis 1929, ist eine Zeit mit relativer Stabilität. Die Wirtschaft erholt sich und die Republik fand sogar außenpolitische Anerkennung und Wertschätzung. Das war die Zeit der „Goldenen 20er“. In diesen Jahren wurden neue Wege in Kunst, Technik und Mode
eingeschlagen.

1929 bis 1930, ende 1929 kam der Welthandel durch den Börsencrash zum Erliegen. Die Weltwirtschaftskrise hatte begonnen. Besonders betroffen war Deutschland. Viele Betriebe mussten ihre Produktion teilweise oder ganz einstellen. Dadurch kam es zur Massenarbeitslosigkeit. Es gab Hilfeleistungen wie Arbeitslosenhilfe und Krisenfürsorge. Dieses Geld reichte jedoch meist nicht aus. Dadurch gerieten die Menschen in eine Armutsspirale, die Verbreitung von Hoffnungslosigkeit stieg enorm.

1931 bis 1932, 1931 kam es zu einer Bankenkrise. Per Notverordnung wurden die Bankschalter für vier Tage geschlossen. Alle Maßnahmen die Krise einzudämmen, scheiterten. 1932 verzeichnete Deutschland sechs Millionen arbeitslose Menschen. Durch die Wirtschaftskrise erhielten Gruppierungen wie die Kommunisten und die Nationalsozialisten Zulauf, der Antisemitismus wuchs. Mit den ersten Vorbereitungen für den 2. Weltkrieg war die Wirtschaftskrise in Deutschland beendet.

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